Aktuell am Mittwoch, 25. April 2018

Pfändungsschutzkonto

P-Konto ab 1.Juli 2010


Ziel des P-Konto (Pfändungsschutzkonto)

Das Problem: Ist ein Konto erst einmal blockiert, kommen schnell neue Probleme hinzu.
Daueraufträge und Lastschriften werden nicht mehr ausgeführt, und der Automat spuckt kein Geld mehr aus. So kommt die Schuldenspirale in Gang.
Jeden Monat wurden bis dahin in Deutschland ca. 350 000 Girokonten gepfändet. Ein Girokonto ist heutzutage eine notwendige Voraussetzung für die Teilhabe am Wirtschaftsleben. Damit sichergestellt ist, dass gepfändete Konten trotzdem ihre Wohnung, Strom und Essen bezahlen können, gab es auch bisher ein Existenzminimum, das vor dem Zugriff geschützt war. Allerdings mussten Einkünfte wie Arbeitseinkommen oder Sozialleistungen vom Gericht auf Antrag zugesprochen werden - ein bürokratischer und zeitaufwendiger Akt.

Um Gerichte zu entlasten und Verbraucher vor weiterer Verschuldung zu schützen, wurde daher zum 1. Juli 2010 das Pfändungsschutzkonto, das sog. P-Konto eingeführt.

a) Basispfändungsschutz über monatlich (985,15 Euro)
     neu ab 1. Juli 2011 angeglichener Freibetrag 1028,98 Euro

b) Unabhängig von der Art der Einkünfte.

c) Nichtverbrauchtes Guthaben wird auf den Folgemonat übertragen
    (nicht mehr gültig)
    Geändert ab 2012: Der eingegangene Betrag muss innerhalb von 14
    Tagen wieder vom P-Konto abgebucht sein.

d) Erhöhung des Freibetrages bei

1. Unterhaltsverpflichtungen

2. Kindergeldbezug

3. Sonstige gesundheitlich bedingten Mehraufwand.

                      Achtung: Nur ein P-Konto pro Person ist möglich!
                      Kontrolliert wird dieses durch den Schufaeintrag

Mit Bescheinigung - erhöhter Freibetrag
Der automatisch gewährte Grundfreibetrag kann sich je nach Lebenssituation des Kontoinhabers erhöhen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn er einer oder meheren Personen aufgrund gesetzlicher Verpflichtung Unterhalt gewährt oder für Dritte (z.B. Lebensgefährtin, Stiefkind) Sozialleistungen entgegennimmt. Dann gelten die folgenden erhöhten Freibeträge:

1.416,11 Euro bei einer Unterhaltspflicht (1 Kind)
1.631,84 Euro bei zwei Unterhaltspflichten (2 Kinder)
1.847,57 Euro bei  drei Unterhaltspflichten (3 Kinder)
2.063,30 Euro bei   vier Unterhaltspflichten (4 Kinder)
2.279,03 Euro bei mehr als fünf Unterhaltspflichtigen

Das Gesetz sieht vor, dass das Kreditinstitut nur Bescheinigungen bestimmter Stellen oder Personen akzeptieren darf. Dazu gehören: Arbeitgeber, Familienkassen, Sozialleistungsträger, Rechtsanwalt, Steuerberater und anerkannte Schuldenberatungsstellen.

Pauschaler Pfändungsschutz auch für Selbstständige.
Die Pfändungsschutzregelungen zum P-Konto gelten auch für die Einkünfte von Selbstständigen

Achtung Fehler im Gesetz des P-Konto!                           klicke hier

Link- Flyer zum P-Konto ab Januar 2012

Aktualisiert am:27.12.2011.