Aktuell am Dienstag, 25. September 2018

Die Altersgrundsicherung

Hilfe zum Lebensunterhalt im Alter

Wenn Ihre Einkünfte im Alter nicht für den notwendigen Lebensunterhalt ausreichen, können Sie die Grundsicherung "Hilfe zum Lebensunterhalt im Alter" beantragen. Ob Sie eine Rente der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen, spielt dabei keine Rolle. Der Sozialhilfeträger greift hier auch nicht auf das Einkommen Ihrer Kinder zurück - es sei denn, deren Einkommen erreicht im Jahr 100.000 Euro.

Wer hat Anspruch?

Wenn Sie vor dem 1. Januar 1947 geboren sind, erreichen Sie die Altersgrenze mit 65 Jahren. Für ab 1947 Geborene wird die Altersgrenze stufenweise auf den 67. Geburtstag angehoben. Gehören Sie zu den Geburtsjahrgängen ab 1964, gilt für Sie die Altersgrenze von 67 Jahren.

Die Grundsicherung kann Ihnen vor allem dann bewilligt werden, wenn Sie ein so geringes Einkommen oder Vermögen haben, dass es für den Lebensunterhalt nicht oder nicht ganz ausreicht. Sie als Antragssteller in Deutschland wohnen.
Ausländer mit gültiger Aufenthaltserlaubnis in Deutschland können ebenfalls die Grundsicherung beantragen.

Wer bekommt keine Grundsicherung?

Wer die Bedürftigkeit in den letzten zehn Jahren vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt hat, kann keine Grundsicherung erhalten. Dazu gehören auch Personen, die ihr Vermögen verschenkt oder leichtfertig verloren haben, ohne im Alter vorzusorgen.
Auch wer im Ausland wohnt oder sich in einem Asylbewerberleistungsverfahren befindet, erhält keine Grundsicherung.

Wofür gibt es die Grundsicherung?

Wohnen, es warm haben, gegen Krankheit versichert sein und Essen kaufen zu können.

Der bundeseinheitliche Eckregelsatz beträgt zu Zeit 374 Euro

Diesen Satz erhalten Alleinstehende in voller Höhe. Zusammenlebende Partner bekommen diesen Satz zu 80 Prozent. Mit dem Regelsatz sollen Ihnen die regelmäßigen und einmaligen Ausgaben für tägliche Leben finanziert werden. Zum Beispiel Lebensmittel, Bekleidung, Körperpflege, Telefon, Reparaturen, Instandhaltung ihrers Haushaltes und den nötigen Neuanschaffungen.

Mehrbedarf
gibt es zum Beispiel für gehbehinderte Menschen mit Schwerbehindertenausweis (Merkzeichen G oder aG) Sie erhalten dann pauschal einen zusätzlichen Betrag in Höhe von 17 Prozent des geltenden Regesatzes.

Als Faustregel gilt: Wenn Ihr Einkommen unter 825 Euro liegt, sollten Sie prüfen, ob Sie Anspruch auf Grundsicherung haben.                                        

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